Über Köln HBF

Zahlen, Fakten
und etwas zur
Geschichte
Wissenswert und interessant....

Der erste Zug fuhr 1839 von Köln nach Müngersdorf und ab 1841 bis nach Aachen. Die ersten Bahnen in Köln endeten an 4 verschiedenen Orten außerhalb, der damals noch von einer Stadtmauer umschlossenen Stadt. Im Jahre 1859 wurde am heutigen Standort des Kölner Hauptbahnhofs der damals so genannte Centralbahnhof und die zweigleisige Dombrücke als erste Verbindung zur rechten Rheinseite in Betrieb genommen. Bis zum Bau dieser Brücke endeten die Bahnlinien am jeweiligen Ufer des Rheins. Reisende und Güter mussten die 1822 errichtete Schiffsbrücke überqueren, eine Holzkonstruktion, die von 40 schwimmenden Nachen (kleine Holzboote) getragen wurde und mehrmals täglich für den Schiffsverkehr geöffnet werden musste.
Die Kölner nannten die 1859 eröffnete Dombrücke wegen der Gitterkonstruktion auch die "Muusfall" (Die Mausefalle). Am 3.10. 1859 wurde die Brücke in Anwesenheit des Prinzregenten Wilhelm I feierlich eröffnet. Doch schon bald wurde der Bahnhof zu klein. 1894 wurde der neue Hauptbahnhof eröffnet.

Die Bahnsteighalle war und ist mit den Abmessungen von 260 x 90 x 30 Meter und dem freitra-genden Mittelschiff von über 60 Metern Breite eine der größten in Deutschland. Sie steht unter Denkmalschutz. An die Bahnsteighalle wurden später in Richtung Rhein transparente Vorhallendächer angebaut. Die viergleisige Hohenzollernbrücke ersetzte 1911 die Dombrücke, sie wurde jedoch am Ende des 2. Weltkrieges zerstört und dann 1948 zweigleisig und 1959 viergleisig wieder hergestellt. 1989 kamen für die S-Bahn-Strecke nochmals zwei Gleise hinzu.

Im 2.Weltkrieg wurde auch das Bahnhofsgebäude beschädigt. 1957 konnte dann ein modernes Empfangsgebäude mit großer Glasfassade eröffnet werden, welches bei den letzten Umbaumaß-nahmen im Jahr 2000 vorsichtig restauriert und saniert wurde. 2009 wurde als letzte große Baumaß-nahme noch die Glasfassade saniert.

Der Kölner Hauptbahnhof hat derzeit 11 Gleise. Eine Option auf zwei weitere Gleise Richtung Breslauer Platz wurde beim Bau der Nord-Süd-Stadtbahn aus statischen Gründen bereits berücksichtigt.

Insgesamt wurden 5,5 km Gleise im HBF verlegt - ohne den linksrheinischen Betriebsbahnhof (nähe Mediapark), der betrieblich 2015 integriert wurde. Die Bahnsteige sind bis zu 520 Meter lang und in mehrere Abschnitte unterteilt, damit bis zu drei Züge hintereinander an einen Bahnsteig gestellt werden können. Nur so läßt sich die große Zahl von Fahrgästen der über 1200 Zugfahrten pro Tag überhaupt bewältigen. Fahrtreppen und Aufzüge führen auf jeden Bahnsteig.
Bis zu 250.000 Reisende und Besucher zählt der Bahnhof pro Tag, an Spitzentagen wie Karneval sind es über 300.000 Menschen. Im Jahr macht das über 80 Mio. Reisende - das sind fast doppelt so viele Menschen, wie im Frankfurter Flughafen gezählt werden!
Der gesamte Betriebsablauf wird vom Zentralstellwerk (Kf) gesteuert und überwacht, welches man bei der Einfahrt in den Bahnhof von Westen kurz vor dem Hauptbahnhof sieht. Mit 115 Weichen und rund 270 Lichtsignalen, davon 100 so genannten Hauptsignalen werden die Züge sicher "auf die Reise geschickt". Drei Fahrdienstleiter regeln den Lauf der Züge im Hauptbahnhof, sowie zu den zahlreichen benachbarten Bahnhöfen. Seit 1990 wird auch der Betrieb auf der S-Bahn-Strecke zwischen Köln-Mülheim und Köln-Nippes vom Stellwerk Köln Hbf aus gesteuert. Zur Bewältigung all dieser Aufgaben werden dort tagsüber 12 und nachts 6 Mitarbeiter eingesetzt.

Da viele Züge in Köln Hbf beginnen und auch enden erfordert dies weitere Betriebsanlagen, die Zugbildungsbahnhöfe. Linksrheinisch ist das der Betriebsbahnhof Köln und rechtsrheinisch der Bahnhof Deutzerfeld. Hier werden Triebzüge, Lokomotiven und Wagen nicht nur abgestellt, sondern auch repariert, gewartet und gereinigt. Während diese Bahnhöfe sich um die Bereitstellung und Fahrt der Züge kümmern, sind andere Verkaufs- und Servicestellen um das Wohl der Fahrgäste bemüht. Seit 1994 ist die DB Information (früher Servicepoint) in der Haupthalle zentrale Anlaufstelle für alle Kunden mit Fragen oder Problemen. Der gesamte Service wird in der 3 S-Zentrale koordiniert. 3 S steht für Sicherheit, Sauberkeit und Service. Zur Unterstützung der Koordinationsaufgaben dieser Zentrale und zur Steigerung der Sicherheit (Prävention) ist der Kölner Hbf mit einerKameraüberwachungsanlage ausgestattet. Jede wichtige Ecke des Hauptbahnhofs und alle Rufsäulen, auch in kleineren Bahnhöfen der Umgebung, lassen sich von hier aus mit einer Kamera beobachten.

Seit den im Jahr 2000 abgeschlossenen, umfangreichen Umbau- und Modernisierungarbeiten ist der Kölner Hbf auch ein großes und attraktives Einkaufszentrum mit langen Öffnungszeiten und reichhaltigem kulinarischen Angebot auf rund 15.500 Quadratmetern Verkaufsfläche geworden! Testen sie es doch einfach mal in Ruhe bei Ihrem nächsten Besuch. Im Bahnhof selbst arbeiten rund 1000 Menschen, davon 700 in den Geschäften, rund 100 im DB- Reisezentrum und rund 160 beim Bahnhofsmanagement (incl. der Serviceteams). Nicht gezählt sind hierbei all die vielen Mitarbeiter der Transportbereiche und der Logistik, die sich nur zeitweise hier aufhalten (wie Lokführer, Zugbegleiter, Ladearbeiter etc.) und die Bundespolizisten.
 

Unter www.bahnhof.de finden Sie umfangreiche Infos und unter www.stadtpanoramen.de verschiedene kurze Videoclips zum Kölner Hbf.
Historische Ansichten von Köln HBF gibt es u.a. bei www.wisoveg.de. Der alte Wartesaal im Viadukt ist nun Restaurant und Disco, bekannt auch durch die 'Mitternachtsspitzen' des Westdeutschen Rundfunks.
Viele Bilder von früher und heute finden sie unter: http://www.bilderbuch-koeln.de/Fotos/85694. Einen sehr guten und umfangreichen Text enthält auch das Onlinelexikon Wikipedia.  Bei der Deutsche Bahn finden Sie auch eine umfangreiche Dokumentation zur Geschichte des Kölner Haupt-bahnhofs, welche wir hier gerne verlinken. Zu unserem Videokanal bei Youtube.


Der Posttunnel:

Auf www.bilderbuch-koeln.de/Fotos/43426#78545 können Sie die Gegend rund um die alte Hauptpost in Bildern von damals und heute erkunden.
Eine super Sache! Einen alten Stadtplan finden Sie hier: www.landkartenarchiv.de/dux_stadtplan_koeln_1925.htm

Die Größe ist auf dem Stadtplan von 1925 gut zu erkennen. Der gesamte Postkomplex befand sich zwischen Marzellenstraße und Stolkgasse, sowie zwischen An den Dominikanern und Ursulastraße - also ein riesiges Gebäude! Das alte Hauptpostamt in Köln war ein Gebäudekomplex aus dem Jahr 1892, der 1943 fast zur Gänze ausgebrannt ist. 1945 konnte der Postbetrieb wieder aufgenommen werden, das Gebäude wurde vereinfacht wieder aufgebaut. Doch seit Beginn der neunziger Jahre wurden die Funktionen immer mehr ausgelagert, und am 11.2.1998 begannen dann die Abrissarbeiten. Der Denkmalschutz hatte nichts einzuwenden, denn die Grundsubstanz des Gebäudes war zu stark verändert. Auf dem Gelände wurde eine Seniorenresidenz errichtet.
Der Tunnel zwischen Köln HBF und dem ehemaligen Postgebäude an der Stolkgasse ist nicht nur ein beliebter und geschichtsträchtiger Besichtigungspunkt bei unseren Führungen, sondern auch gelegentlicher Anlass für externe Anfragen an uns. Aus diesem Grunde haben wir selbst etwas recherchiert und Ihnen hier einige Informationen zusammen getragen. Grundlagen aller Entwicklungen waren 3 Verträge zwischen Reichsbahn, Stadt Köln und Postdirektion vom 29.9.1892, vom 22.11.1894 und 20/25.4.1912.
Der Umbau des "Centralbahnhofes" von 1859 zum späteren Hauptbahnhof (Fertigstellung 1894) bedingte den Bau eines neuen Beförderungsweges für den Postverladedienst zum Postamt, welches zunächst in der Marzellenstraße gelegen war. Erstmals erwähnt wird eine solche Planung in einem Bericht der Oberpostdirektion vom 12.2.1884. Jahre später kam es dann zu den Verträgen über den Tunnelbau, der bereits im Jahr 1892 begann. Als Tag der Fertigstellung wird der 1.10.1893 angegeben. Die Kosten der ersten Baustufe betrugen damals 159.557 Reichsmark. Eine zunächst angedachte oberirdische Gleisverbindung zur Post wurde wohl auf Druck des Jesuitenklosters nicht realisiert.
Aus dem Kloster wurde später das Generalvikariat und die Kirche heißt heute St.Maria Himmelfahrt.
Im Zuge der Um- und Erweiterungsbauten der Postgebäude in den Jahren 1929-1932 wurde der Tunnel von der Marzellenstraße zum neuen Komplex zwischen Postprivatstraße und Stolkgasse verlängert. Der Tunnelausgang Marzellenstraße wurde nicht genutzt und deshalb abgetrennt.

Wer den Tunnel heute besichtigt, erkennt, dass er natürlich nicht mehr im Zustand von 1932 ist, sondern immer wieder mal renoviert und modernisiert wurde. Eine größere Baumaßnahme fand in der 60er Jahren statt, als die neuen Aufzüge zu den Gepäckbahnsteigen eingebaut wurden.

1997 verabschiedete sich die Deutsche Post als Eigentümer aus dem alten Postgebäude Stolkgasse. Der Umzug der auf sieben Standorte in Köln verteilten Kunsthochschule für Medien (KMH) in die leerstehende alte Hauptpost wurde deshalb diskutiert, stieß bei der Kölner Verwaltungsspitze jedoch nicht auf Gegenliebe. Auf der GRÜNEN- Internetseite ist in einem Bericht aus 1997 zu lesen, "der Standort sei ideal. Der Standort bietet der Hochschule langfristige sichere Entwicklungsperspektiven. Aufgrund ihrer Bedeutung für die Medien- und Kulturszene in Köln und in NRW halten die GRÜNEN die Realisierung für vorrangig. Die Nähe zum WDR und zu anderen Medieninstitutionen sowie die enge verkehrliche Anbindung an den Hauptbahnhof und ÖPNV bieten große Vorteile auch für die Stadt. Nicht allein Bistro, Cafeteria und öffentliche Veranstaltungen im Hochschulgebäude tragen dazu bei. Gerade das Vorhaben, den alten Posttunnel zum Hauptbahnhof als Verbindung zum ehemaligen Bahnhofskino (AKI) zu reaktivieren und das stillgelegte Kino im HBF wieder für öffentliche Film- und andere Veranstaltungen der KMH zu nutzen, führt auch zu einer positiven Beeinflussung des Bahnhofs und seines Umfeldes. Wissenschafts-, Finanz- und Bauministerium stehen dem Projekt auch finanziell positiv gegenüber."

Es kam jedoch anders! Das Postgebäude wird nun von einer Immobilienfirma betrieben. Postdienststellen und Bereiche der Deutschen Bahn sind Mieter. Im alten Postlager wurde das Logistikzentrum Köln für den Bordservice der DB Fernverkehr eingerichtet, welches früher seinen Platz unter Gleis 10/11 hatte. Durch den Tunnel werden heute regelmäßig die Züge mit Waren aller Art (v.a. natürlich Lebensmittel für die Bordgastronomie) befördert. Mittels Aufzügen gelangen die Transportwagen auf die Gepäckbahnsteige. Während die Kunden an den Personenbahnsteigen ein - und aussteigen, werden die Züge vom Gepäckbahnsteig aus beladen. Die Post transportiert Briefe und Pakete nicht mehr durch den Tunnel zum HBF, sondern fährt diese mittels LKW durch ganz Deutschland.
Nach dem Einzug der DB vor dem großen Bahnhofsumbau ins Postgebäude wurde die Haustechnik erneut modernisiert. Zuletzt wurde die Sicherheits- und Lüftungstechnik nochmals komplett überarbeitet, um nun strengste Sicherheitsanforderungen erfüllen zu können.
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